Irene von Alberti, 1963 in Stuttgart geboren, ist Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Nach einem Medientechnikstudium in Stuttgart studierte sie an der Hochschule für Fernsehen und Film München und arbeitete zunächst als Kameraassistentin und Kamerafrau. 1989 gründete sie gemeinsam mit Frieder Schlaich die Produktionsfirma und das Arthouse-Label Filmgalerie 451, unter dessen Dach sie bis heute eigene Filme realisiert und produziert. Zu ihren Regiearbeiten zählen unter anderem „Paul Bowles – Halbmond“ (1995, Co-Regie), „Tangerine“ (2008), „Der lange Sommer der Theorie“ (2017) und die Romanadaption „Die geschützten Männer“ (2024). Als Produzentin war sie an zahlreichen unabhängigen Autorenfilmen beteiligt, darunter „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ (2020) und „Seneca – On the Creation of Earthquakes“ (2023).
In der sechsten Folge von Take 2 – Geschichten vom Scheitern spricht Irene von Alberti über ihren Weg ins unabhängige Kino, über die frühe Gründung der Filmgalerie 451 und darüber, wie politisches Denken und praktische Produktionsrealität ihre Arbeit stets miteinander verwoben haben. Sie erzählt von den Umwegen und Widerständen, die ihr Schaffen geprägt haben, vom Ringen um Sichtbarkeit jenseits des Mainstreams und davon, warum Beharrlichkeit, eigene Maßstäbe und künstlerische Unabhängigkeit für sie oft wichtiger waren als schnelle Anerkennung.